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Wahl, Einstellung und Wartung eines manuell betriebenen Rollstuhls

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Funktionen der Rollstühle, Gestell

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Rückenlehne

Seite 3

Armstützen, Sitzfläche

Seite 4

Hinterräder (1)

Seite 5

Hinterräder (2)

Seite 6

Vorderräder, Vorderradgabel

Seite 7

Fußstützen, Wartung, image

Wahl und Position der Fußstützen

Die Fußstützen bestehen aus einem Rohrstück und der Platte, auf der die Füße stehen.

Bei einem einfachen Rohr kann man die Beine nicht erhöhen. Dies ist in den meisten Fällen so. Dieses Rohrstück gibt es in zwei Ausführungen mit verschiedenen Winkeln. Dadurch kann die Fu_platte mehr oder weniger entfernt vom Rollstuhl angebracht werden. Achten Sie bei Ihrer Wahl auf Ihre Morphologie und Ihre Behinderung.

Bei einem Rohrstück mit Gelenk kann man die Beine nach Wunsch erhöhen und die Platte neigen. Diese Variante sollte nur dann gewählt werden, wenn wirklich ein Bedarf danach besteht, z.B. bei Problemen im Kniegelenk oder einem Ödem in den Beinen.


Die Fußplatte

Entweder gibt es zwei individuelle Fußplatten, die man einzeln hochklappen kann oder ein einziges Fußbrett, das an einer Seite geklappt werden kann.

Zwei individuelle Fußplatten

Jede der beiden Fußplatten ist an einem Rohrstück befestigt, wodurch das seitliche Hoch- oder Abklappen erleichtert wird. Der Nachteil ist, daß die beiden Platten in der Mitte nicht immer korrekt aneinander anschließen und der Fuß zwischen die beiden Platten durchrutschen kann.

Ein einziges Fußbrett

Die Platte ist sehr steif und es ist einfacher, die Füße auf die Platte zu rücken. Meistens ist eine solche Platte ästhetischer. Von Nachteil ist jedoch, daß man sie nicht so gut handhaben kann, wenn man die Füße auf den Boden stellen will.

Wartung

Ein Rollstuhl braucht kaum Wartung. Dies ist eine seiner positiven Seiten. Deshalb sollte man sie auch korrekt und regelmäßig durchführen.

• Häufiges Aufpumpen der Hinterreifen, um den auf dem Reifen angegebenen Druck einzuhalten. Der Rollstuhl fährt dementsprechend besser und die Bremsen funktionieren korrekt.

• Reifen wechseln, bevor sie zu sehr abgenutzt sind, um das Risiko einer Reifenpanne zu mindern.

• Regelmäßiges Einstellen der Bremsen.

• Überprüfen aller Schrauben, sobald man eine Lockerung feststellt.

• Reinigen und Schmieren der Achsen der abnehmbaren Hinterräder.

• Kontrolle der Vorderradgabeln. Eine eventuelle Lockerung der Radlager muß unterbunden werden.

• Überprüfen der Vorderradgabeln, falls notwendig. Bei bestimmten Systemen können sich diese lockern.

• Regelmäßiges Säubern des gesamten Rollstuhls ist zu empfehlen, da er fast zum Körper des Behinderten gehört.

• Sitz- und Rückenbezüge sind heute aus sehr guter Qualität. Es kann jedoch vorkommen, daß man sie erneuern muß, um einen komfortablen Sitz zu gewährleisten.

Rollstuhl and Image

Jeder Mensch macht sich Gedanken über das Bild, das er nach außen hin gibt. Bei Rollstuhlfahrern ist dies nicht anders. Ich glaube sogar, daß sie noch mehr darauf achten. Es ist jedoch schwer einzuschätzen, wie die gesunden Menschen einen Behinderten im Rollstuhl sehen.

Es gibt keine Meinungsumfrage zu diesem Thema. Wir wissen also nicht, wie sich ein elektrischer oder manuell bedienter Rollstuhl, ein sehr einfacher oder gut ausgerüsteter Rollstuhl, mit kleinen oder großen Vorderrädern, mit niedriger oder normaler Rückenlehne, mit greller oder diskreter Farbe, auf das Image eines Behinderten auswirkt.

Man sucht sich also den Rollstuhl aus, von dem man denkt, daß er gut bei den anderen Menschen ankommt. Meistens glauben die Behinderten, daß sie ein besseres Bild abgeben, wenn sie in einem möglichst einfachen Rollstuhl sitzen, als Zeichen für eine leichtere Behinderung.

Es scheint mir jedoch - und so sollte es unbedingt auch sein -, daß der Behinderungsgrad nur sehr wenig den Eindruck bestimmt, den man als Behinderter hinterläßt. Jemand, der seine Arme nur wenig bewegt, jedoch freundlich lächelt und ein aufmerksames Auftreten zeigt, wird ein sehr positives Bild von sich abgeben.

Im Gegenteil dazu, wird ein Muskelprotz mit rüpelhaftem Verhalten auf einem transparenten Rollstuhl nicht so gut ankommen.

Ginge man davon aus, daß unser "Wert" mit größerer Behinderung sinkt, hätten alle Behinderten zusammen wesentlich weniger „Wert“ als die gesunden Menschen. Dabei beteuern wir seit Jahrzehnten genau das Gegenteil.
Zusammenfassend kann man also sagen, daß der Rollstuhl, in dem Sie bequem sitzen und in dem Sie sich wohlfühlen, Ihnen auch eine gute Ausstrahlung ermöglicht.